SD-Szintigraphie.

Die SD-Szintigraphie ist eine Untersuchung, bei der eine schwach radioaktive Substanz verabreicht wird, die eine geringe Strahlenbelastung für den Patienten darstellt
(< 1 mSv).

Der Radiotracer wird sehr gut vertragen; allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Ca. 15 Minuten nach Injektion der Substanz in die Armvene erfolgen Aufnahmen der SD an der Gamma-Kamera, die etwas 5 bis 10 Minuten dauern. Dadurch wird die Verteilung des Radiopharmakons in der SD erfasst und der Funktionszustand der SD bzw. der Knoten beurteilt. So kann zwischen „kalten“ und „heißen“ Knoten unterschieden werden.

„Heiße“ Knoten reichern den Radiotracer vermehrt an und können ggf. eine Überfunktion bewirken, wenn sie groß genug sind.

„Kalte“ Knoten nehmen die radioaktive Substanz vermindert bzw. nicht auf und können bösartig sein, was jedoch eher selten vorkommt.

Eine Szintigraphie darf grundsätzlich nicht bei vorliegender Schwangerschaft durchgeführt werden.

Jodhaltige Medikamente und Kontrastmittel, die z.B. bei CT-Untersuchungen und Herzkatheteruntersuchungen verabreicht werden, können die Szintigraphie in ihrer Aussagekraft erheblich einschränken. Deshalb werden Sie von unserem Personal bereits bei der Terminvereinbarung befragt, ob Sie derartige Medikamente einnehmen bzw. in den letzten Wochen Kontrastmitteluntersuchungen erfolgt sind.